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Harwstleed -
Herbstlied
![]() ![]() WENN DER WIND ÜBERS LAND WEHT (Aus dem Niederdeutschen frei nachgedichtet von Jens-Robert Schulz, 2004) Wenn der Wind übers Land weht und niemand spazieren geht, weil’s kühler wird, dann kommt bald die Zeit. Wenn der Sturm übers Feld geht, wo lang`schon kein Korn mehr steht, das Laub sich färbt, dann ist’s bald so weit; dass der Tag kürzer wird und die Nacht, die dauert lang’ und den Kindern vom Nachbarn, den’ ist im Dunkeln bang. Wenn der Regen vom Dach tropft, kein Sonn’strahl ans Fenster klopft, dann bleibt man doch am liebsten daheim. Wenn der Wind dreht, von Nord weht und Regen ans Fenster schlägt, fühl’ ich mich wohl, denn drinnen ist’s warm. Wenn im Ofen ein Feuer brennt, sie leise ihn “Liebster” nennt, dann nehm’ auch ich dich sanft in den Arm; denn in so einer Zeit, da ist niemand gern allein, drum lad deine Freunde zu einem Gläschen ein. (drum lad deine Freunde zu dir nach Hause ein.) Wenn das Land sich verkleiden tut und draußen die Arbeit ruht, dann ist es Herbst in uns’ Heimatland. |
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